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Kinderfreundlichkeit ?! - Chance vertan

Kinderfreundlichkeit?! - Chance vertan

Man kann auch ohne Siegel freundlich sein, Thedinghausen-Seite vom 28. Dezember

Bei einem kurzen Streifzug durch die Samtgemeinde sind uns die nebenstehenden Bilder exemplarisch ins Auge gefallen. Angesichts dieser Fotos muss man sich doch fragen: Wird das in der Samtgemeinde unter kinder- und jugendfreundlicher Kommune verstanden, zumal einige dieser Missstände schon seit Jahren bestehen?

Wir finden es jedenfalls schade, dass mit der Ablehnung des Antrages von der Unabhängigen Bürgerliste eine Chance vertan wurde, sich systematisch mithilfe eines neutralen, fachlich versierten Instituts eine zuverlässige und objektive Orientierungshilfe erstellen zu lassen. So hätte man zukünftig richtige Entscheidungen in Bezug auf Kinder- und Jugendarbeit aufgrund einer klar herausgearbeiteten Datenlage besser treffen können, als es aktuell der Fall ist. Zudem hätte man sich über die Gemeindegrenzen hinaus als eine innovative und zukunftsorientierte Gemeinde präsentieren können. Denn nicht nur das am Ende vergebene Gütesiegel ist maßgeblich, sondern die erstellte Expertise mit Inhalten wie: Systematisierung und Koordinierung der verschiedenen Angebote für Kinder- und Jugendliche, um Synergieeffekte und eventuell Einsparungen zu erzielen, Aufgabengebiete klar zu definieren und zuzuschreiben, damit alle Kinder und Jugendliche Zugang erhalten; Einbau von Luftfilteranlagen, anstatt Kinder und Jugendliche bei jeglicher Witterung und Außentemperaturen bei offenen Fenstern sitzen zu lassen; bessere Abstimmung bei der Ferienbetreuung beziehungsweise Betreuungszeiten von Schule, Kindergarten und Krippe auch unter den verschiedenen Anbietern; Schulwegsicherheit, Schultransporte, Fahrten in andere Städte und Gemeinden zu Tag und Nachtzeiten (Schwimmbad, Kino, Theater, Disko/Club), Durchleuchtung der Lebenslagen von Kindern und Jugendlichen und Abstimmung darauf unter Einbeziehung der Zielgruppe, Schaffung beziehungsweise Verbesserung von Plätzen oder Einrichtungen (der Skaterplatz hat noch immer keine weiteren Geräte, obwohl auf „dem kurzen Dienstweg“ in der Ratssitzung im Spätsommer zugesagt), Versorgung von Kindern und deren Familien mit Lebensmitteln.

Es geht also nicht nur um ein „Siegel“, sondern darum, eine nachhaltige Verbesserung für unsere junge Generation zu realisieren!

Obwohl ein breites Einvernehmen darüber besteht, dass es Aufgabe der politischen Kinder- und Jugendbildung ist, junge Menschen anzusprechen, zu informieren, zur Partizipation zu befähigen und zu motivieren, besteht auf diesem Feld unserer Ansicht nach noch großer politischer Handlungsbedarf.

Gaby Artelt-Marquardt und Carsten Jung

Unabhängige Bürgerliste Thedinghausen

Leserbriefe geben die Meinung ihrer Verfasser wieder. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor.

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